Halloween

zum Abendessen am Seziertisch eingeladen

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myfooddesign

Halloween wurde ursprünglichen in den katholischen Gebieten der britischen Inseln gepflegt und schwappte mit den irischen Auswanderern im 19.Jh nach Amerika, von wo aus es – ab den 80iger Jahren wieder zurück im Mitteleuropäischen Raum – immer mehr Verbreitung fand.
Verschiedene Bräuche rings um das Fest haben zumeist den Zweck mit allerlei Fratzen und Getier den Betrachter einen kalten Schauer über den Rücken zu jagen.
Ich stand vor der Aufgabe für Halloween den 31.10. ein Abendessen mit Freunden und Familie organisieren zu müssen. Den Teilnehmern sollte zwar kein unwohles Gefühl vermittelt, jedoch schon eine Verbindung zum Halloween Fest dargestellt werden. Wie nun verknüpft man Halloween mit einem abendlichen Essen, ohne das sich die Gäste mit Grausen abwenden. Außerdem soll das Speisenangebot dem Halloween Brauch schon gerecht werden und anderer seit’s jedoch nicht übertrieben kitschig wirken.
Ohne wirklich eine für mich überzeugende Idee zu haben, bestellte ich erst einmal ein paar Utensilien im Internet. Nach und nach wurden Nierenschüssel, schwarze Luftballons, Mullbinden, Spinnen, Reagenzgläser und die üblichen Deko-Spinnweben mit einer blutiger Tischdecke geliefert. Auf Grund der besorgten Accessoires entwickelte sich irgendwie die Idee eines Seziertisches, so wie aus der Pathologie bekannt. Lieblingsserien wie „Dr. Quincy“ oder „Der letzte Zeuge“ hinterließen scheinbar nachhaltige Spuren.
Natürlich müssen dann auch auf diesem Tisch sterblich Überreste angeboten werden, um den sich die Gäste versammeln und den „Leichenschmaus“ beginnen können. Abgetrennte Finger aus Wiener Würstchen, kleine Spinnen aus Oliven oder Kakerlaken aus Feigen sind dem Ein oder Anderem sicherlich bekannt. Ich habe bei meinem Buffet nun versucht dies Ganze zusammen zu bringen und wiederum durch Blumen aus Zwiebel und Schmetterlinge aus Urmöhren etwas zu entschärfen.
Vielleicht sollte ich hierzu gar nicht mehr viel schreiben und einfach den Betrachter in Manier eines akribischen Gerichtsmediziners den Buffet-Fund einzeln und genau analysieren lassen. Na dann viel Spaß beim Durchsuchen der Überreste zum Halloween Feste.

 

Autor: myfooddesign

Mit Essen spielt Mann nicht, oder vielleicht doch?

7 Kommentare zu „Halloween“

  1. Wieder eine tolle Arbeit. Ganz besonders schick fand ich das Rückgrat aus Vollkornbrot? und gelben Tomaten?
    Ausserdem die Wäscheleine mit den blutigen Messern und der Schere – a nice touch 🙂

    Gefällt 1 Person

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