Alles Gute altes Haus!

Im Alter mit Charme und Charakter

Zum alljährigen Wiegenfest wurde Anwesenheit ohne große Geschenke gewünscht. Also gab es nur diese kleine Süßigkeit aus kaltem Hund, Schokolade und Waffel. Und statt ein paar Blumen den erklärenden Vers dazu:

Sieh dieses Haus wie es da steht,

hat in 85 Jahren schon viel erlebt,

ist die Fassade auch schon betagt,

es im Gebälk auch zwickt und zwackt,

die Fensterläden schief aus den Angeln hängen,

Wildblumen aus dem Garten auf die Veranda drängen

all das macht den Zauber doch aus,

den Charme von diesem alten Haus!

Weihnachtspyramide aus Zuckerguss

und sie dreht sich doch zur Weihnachtszeit

Eine Pyramide baut man in der Regel von unten nach oben. Besonders dann wenn sie so zerbrechlich ist wie diese, welche im Grunde nur aus Ei, Puderzucker, Waffel, Popcorn und Oblate besteht.

In der Anordnung und Gestaltung der einzelnen Etagen kann man auch einen tieferen Sinn erkennen. Den Grundstock dieser Pyramide bildet die solide tägliche Arbeit, ohne welche kein weiteres Stockwerk trägt. In der Folge dieses Schaffens entsteht ein Haus, in dessen gemütliche Wohnung man sich zurückziehen und erholsam leben kann. Mit der so gewonnenen Ruhe und der Kraft findet man zu höherem und baut die Kirche oben auf. An deren Spitze krönen Flügel den konstanten gleichmäßig Lauf der Zeit!

Bei dieser symbolträchtigen Bedeutung unseres süßen Weihnachtsschmuckes sollte ich für die kommenden Weihnachtszeit noch ein weitere Etage dazu fügen, ohne deren Gestalt die ganzen oberen Ebenen – eine jede für sich – niemals hätten entstehen können?!

Ohne es all zu ernst zu nehmen überlasse ich das meiner Lust und der Zeit, dem Spaß aus Essbarem etwas neues interessantes entstehen zu lassen. :o)

Weihnachtspyramide mal anders
Pyramide aus Ei 23x, Puderzucker 48 Pack, Waffel, Popcorn und Oblate

Halloween

zum Abendessen am Seziertisch eingeladen

Halloween wurde ursprünglichen in den katholischen Gebieten der britischen Inseln gepflegt und schwappte mit den irischen Auswanderern im 19.Jh nach Amerika, von wo aus es – ab den 80iger Jahren wieder zurück im Mitteleuropäischen Raum – immer mehr Verbreitung fand.
Verschiedene Bräuche rings um das Fest haben zumeist den Zweck mit allerlei Fratzen und Getier den Betrachter einen kalten Schauer über den Rücken zu jagen.
Ich stand vor der Aufgabe für Halloween den 31.10. ein Abendessen mit Freunden und Familie organisieren zu müssen. Den Teilnehmern sollte zwar kein unwohles Gefühl vermittelt, jedoch schon eine Verbindung zum Halloween Fest dargestellt werden. Wie nun verknüpft man Halloween mit einem abendlichen Essen, ohne das sich die Gäste mit Grausen abwenden. Außerdem soll das Speisenangebot dem Halloween Brauch schon gerecht werden und anderer seit’s jedoch nicht übertrieben kitschig wirken.
Ohne wirklich eine für mich überzeugende Idee zu haben, bestellte ich erst einmal ein paar Utensilien im Internet. Nach und nach wurden Nierenschüssel, schwarze Luftballons, Mullbinden, Spinnen, Reagenzgläser und die üblichen Deko-Spinnweben mit einer blutiger Tischdecke geliefert. Auf Grund der besorgten Accessoires entwickelte sich irgendwie die Idee eines Seziertisches, so wie aus der Pathologie bekannt. Lieblingsserien wie „Dr. Quincy“ oder „Der letzte Zeuge“ hinterließen scheinbar nachhaltige Spuren.
Natürlich müssen dann auch auf diesem Tisch sterblich Überreste angeboten werden, um den sich die Gäste versammeln und den „Leichenschmaus“ beginnen können. Abgetrennte Finger aus Wiener Würstchen, kleine Spinnen aus Oliven oder Kakerlaken aus Feigen sind dem Ein oder Anderem sicherlich bekannt. Ich habe bei meinem Buffet nun versucht dies Ganze zusammen zu bringen und wiederum durch Blumen aus Zwiebel und Schmetterlinge aus Urmöhren etwas zu entschärfen.
Vielleicht sollte ich hierzu gar nicht mehr viel schreiben und einfach den Betrachter in Manier eines akribischen Gerichtsmediziners den Buffet-Fund einzeln und genau analysieren lassen. Na dann viel Spaß beim Durchsuchen der Überreste zum Halloween Feste.