Anlegen am alten Strom

Schiffe versenken mal anders!

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Zum Stromerwachen am „Alten Strom“ herrscht ein geschäftiges Treiben. Nicht nur im schönen Warnemünde sondern auch am Frühstückstisch bei uns zu Hause.

Die größeren Kutter kehren mit gefülltem Bauch von der rauen Ostsee zurück während sich die kleinen Kähne zwischen Ihnen hindurch mogeln um am Stromende einen Blick auf das weite Meer zu erhaschen. Der Große – aus Brotlaib festmachende Kutter – verschließt immer noch eine Käse-Schinken Füllung in seinem Bauch. Bis hinauf auf’s Deck quellen Weintrauben, Möhren, Paprika und Physalis. Ganz oben auf sitzt das Fahrerhaus mit einem Dach aus Paprika welches in einer Linie mit Masten aus Gebäckstangen und Möhren sanft hin und her wiegt. Die gelegten Fender aus Weintrauben schützen vor unliebsamen Schäden am Brot-Bug währen die Ladung am Salami Kai, zwischen Broccoli, Seegras und Sülzwurst gelöscht wird. Sodann ist die gesamte Ladung zum Verzehr freigegeben und wem das nicht reicht, dem steht der Kutter als sättigende Beilage zur Verfügung. Das Einzige was unangetastet bleibt sind die schnatternden Möwen aus süßem Zuckerguss.

Vielleicht geht’s allen so wie uns nach so einem Frühstück – ich kann nicht mehr – ich bin so satt – ich esse nie wieder was ! :o)

Buffet unter Wasser

Wie man ein Buffet aus Fisch, Muschel, Seegras und Antipasti unter Wasser bringt

Wenn man am Sonn-Abend ein paar Freunde einlädt, dann darf es zum Essen ruhig etwas mehr und Besonderes sein. In meinem Fall ein spezielles Thema unter dem ich dieses anrichte. Weil unter den Gästen einige sind, die gern Fisch essen und es am Abend leichte Kost sein kann, waren die Zutaten für das Buffet bereits vorab entschieden. Der Ursprung von Forelle, Zander, Muschel oder Sprotte ist das Wasser, der Teich oder ein See. Also möchte ich die fertigen Fischgerichte wieder dahin zurück legen wo sie her gekommen sind – unter das Wasser – zusammen mit verschiedenen Beilagen.

Eine Unterwasserwelt ist mit angerichtetem Seegras, Pflanzen aus Obst mit Gemüse sowie den darüber befindlichen Fisch relativ schnell und einfach gestaltet. Kopfzerbrechen macht dann eher, wie man dieses gesamte Arrangement ins Wasser bringt. Ich erinnerte mich, dass man in Büchern oder auf Schautafeln oft einen Querschnitt mit einer Darstellung der Natur unter und über Wasser findet. So könnte ich es doch auch gestalten, einen Wasserspiegel unter dem sich alles Essbare befindet. Gleichfalls ist das Zugreifen für jeder Mann von beiden Seiten des Tisches problemlos realisierbar.

Also muss eine Wasseroberfläche entstehen, die sich fast von selbst und stabil oberhalb dem Angerichteten trägt. Hier fällt mir nur essbares Glas ein, was ich als dünne Fläche für den Wasserspiegel verwenden kann. Den gekochten dickflüssigen Zucker gieße ich nach Vorstellung auf eine gerade, mit Backpapier ausgelegte, Fläche. Erkaltet fand der Zuckersirup Halt auf Stängel und Gras der Seerosen, die vom Grund diese Fischteiches als Rhabarber oder Zitronengras nach oben wuchsen.

Fertig, jetzt können die Gäste kommen und euch einen schönen Sonnabend!