Der Sachsen Weihnacht!

Grünes Gewölbe – Juwelenraub aufgetaucht!

Der Grinch sitzt auf der Lauer;
Zusammen mit Gehilfe Max;
Hinter dunkler Zwinger Mauer;
Im Gepäck nen Plan mit Ax.

Die Sachsen lieben ihr Gewölbe Haus;
Sammeln Steine und Juwelen;
Das alles ist dem Grinch ein Graus;
Der plant den Schatz zu stehlen.

Früh im Dunkeln und um Fünfe;
Der Wachschutz schwelgt in Pausen;
Das Duo steigt zum Fenster ein;
Beginnt den Schatz zu mausen.

Mit Gewalt recht grober;
Grinch schlägt die Vitrine ein;
Sieht glitzern den Zinnober;
Und weiß bald ist schon alles mein.

Im Wägelein kommt mal die Polende;
Kretschmer träumt unterdes in Ruh;
Der Raub hat längst sein Ende;
Museumsleiter staunt: was isn nu?

Grinch kanns gar nicht glauben;
Wie problemlos und verrückt;
Sind die Sachsen zu berauben;
vom Erfolg völlig unenzückt.

Sachsen trauern massenweise;
Bärmeln wie ist`s nur möschlich;
Glanz im Auge schluchzten leise;
Ach hätt wir noch unsern Gönisch!

Grinch’s Herz das wird ganz weich;
Bei der Trauer und dem Schmerz;
Beschließt Ich bings zurück sogleich;
Für Sachsens Volk – das ist kein Scherz!

Am Neumarkt unterm Tannenbaum;
Da findet man ihn wieder;
Den Schatz der zuvor geklaut;
Stimmt an Gesang und Lieder!

Lieber Grinch du grüner Wicht;
sei auch du unser Gast;
Kommt wieder ins Museumslicht;
Was du zuvor genommen hast;

Die Sachsen danken dir für wahr;
Und es ist kein Trug;
Du gehörst zu uns auf ewig;
Als der 35te im Fürstenzug.

Beutekunst Dresden aufgetaucht!

Aus Waffel und Schokoladenüberzug ist dieses Jahr zu Weihnachten dieser kleine Grinch entstanden, der aus gegebenen Anlass nicht das Weihnachtsfest sondern den Sachsen Schatz aus dem Dresdner Stadtschloss gestohlen hat. Zuckerguss und Isomalt half die Beute darzustellen und der Grinch selbst ist aus Marzipan und Fondant gewachsen. Wie immer ist alles essbar ohne etwaige Hilfsmittel wie Draht oder Holz! Etwas spielt auch hier der Wunsch mit, dass dieser Raub doch noch ein zufriedenstellendes Ende findet.

Also dann, schöne Weihnachten und einen erfolgreichen Start in`s neue Jahr.

Herzenssache

Zwei Herzen verschmelzen zu Einem.

Zwei Herzen verschmelzen zu Einem. Obwohl sie – ein Jedes für sich – unterschiedlich sind, sollten Sie dennoch zusammen passen und wie Zahnräder ineinander greifen. So vereint, beschreiten sie den gemeinsamen Weg im Buch des Lebens – für ein paar Seiten oder bis zum Ende der Geschichte.

So ähnlich kamen mir als Gast einer anstehenden Hochzeit und einer etwas später folgenden Goldenen Hochzeit die verschiedenen Bilder in den Sinn. Ob nun in Erwartung den neu Vermählten die Hände zu schütteln oder aber anerkennend bei einer Goldenen Hochzeit zu gratulieren – stellt sich zudem fast immer die Frage – was schenke ich. Einen Anhaltspunkt hierzu findet man des Öfteren auf der Einladung. All zu gern ließt man von einer finanziellen Unterstützung. Nach der anfänglichen Erleichterung, die Frage beantwortet bekommen zu haben, stellt sich unversehens eine neue Frage – wie verpacke ich das Geld. Schließlich will man die Scheine nicht im Couvert überreichen. Und außerdem möchte man mit seinen Gedanken zur Verpackung den Aufwendungen für die anstehende Feierlichkeit wenigstens in kleinem Maß entsprechen. Hier meint der Buchhandel oder aber auch das Internet mit verschiedenen Basteleien das Problem zu lösen. Wenn man allerdings nicht das Dargestellte kopieren möchte, kommt man um etwas kreative Arbeit nicht drum rum.

In meine Fall lag es recht nahe, das Geld in einer essbaren Süßigkeit zu verpacken. Dabei sollte der Bezug zu den Herzen, den Zahnrädern und einem Buch schon erkennbar sein. Zwei Herzhälften müssen dann auch in unterschiedlichen Materialien entstehen – in meinem Fall bleibe ich bei den bewährten Süßigkeiten – Zuckerguss und Schokolade – die natürlich auch wunderbar farblich zum Thema passen. Zahnräder in verschieden Formen entstehen zu lassen ist leichte Arbeit. Diese dann zu einem Herz zusammen zu fügen schon um so schwerer. Hier kann ich mich noch gut an die Kerzenständer aus Zuckerguss erinnern, die mir als Weihnachtsdekoration mehr als einmal zusammen gebrochen sind. Es funktioniert diesmal mit dem Herz etwas besser, dachte ich mir, bevor die ganze Konstruktion das erste Mal zusammen viel. Dem folgten zwei weitere Aufbauten bis das Herz endlich in sich Halt fand und im Inneren die angedachten Geldscheine aufnahm. Die Waffelblätter werden ähnlich zusammen gefügt wie die Seiten eines Buches, nur eben mit Ganache. Wenn die einzelnen Seiten mit Schokolade bestrichen werden, härten sie aus und erfahren ihre Steifigkeit. Nachdem man noch eine kleine Widmung auf den aufgeschlagenen Seiten hinterlassen hat, muss das Herz seinen Platz finden. Wie schon mehrfach erwähnt – Schokolade ist der beste Kleber. So bleibt das Herz an dem vorgesehenen Platz, zwischen den Buchseiten fest verwahrt.

Dennoch ist die ganze Konstruktion eine recht fragile Angelegenheit und man möchte es, einmal zusammen gefügt, keinen Meter mehr bewegen. In meinem Fall lagen allerdings zwischen dem Entstehungsort und der Lokalität zur Hochzeit 93km. Ich kenne nun jede Unebenheit zwischen Meerane und Leipzig. Dennoch ist alles heil zur Hochzeit angekommen und hat selbst diese, nach Bestaunen mit Auge und Hand, unbeschadet überstanden. Nicht verschweigen möchte ich, dass ich mir selbst beim Aufbau recht unsicher war und für den Fall der Fälle ein Alternativgeschenk vorbereitet wurde.

Zur später folgenden goldenen Hochzeit wiederholte ich den Aufbau, der mir trotz Erfahrung das widerholte Zusammenbrechen des Herzens nicht ersparte. Aber auch diese Süßigkeit als festes Ganzes fand seinen Platz auf dem Geschenketisch.

Die Arbeit von 4 Wochen, die Aufregungen beim Zusammenbau und das Durcheinander in der Küche, wie auch der Spaß an der Arbeit war mir bei beiden Brautpaaren eine wirkliche Herzenssache!

Euch eine gute Zeit und vielen Dank dafür.

Eisenbahn Weihnachtsdeko – der süße Polarexpress

Ein Zug Brett zu Weihnachten nur aus frischem Backwerk und allerlei Süßigkeiten.

 

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Wieder einmal sind es die Erinnerungen an die Kindheit, die zu verschiedenen Ideen anregen. Und wenn es nur die Erinnerung daran ist, dass man vom Weihnachtsmann mit KEINER Eisenbahn oder Zug-Brett bedacht wurde!
Also mussten alle Anwesenden der Weihnachtstafel 2015 darunter leiden, dass die Tischdekoration zu Weihnachtsfest einer Eisenbahnlandschaft glich – quasi als Kompensation für nicht erhaltene Geschenke. Dann erwacht das Kind im Manne beim Belegen einer 2,4 Meter Miniwelt mit Zuckersüßem Allerlei.
Und was man alles entdecken kann auf solch eine Zugfahrt. Die Eisenbahn aus hellem Teig hält Puderzucker aufwirbelnd und quietschend am Waffel-Bahnsteig 2, gleich neben dem mit Zuckerguss zugeschneitem Güterbahnhof, auf dem Mikado-Stäbchen-Baumstämme eben so wie aufgetürmten Container aus Domino Steinen auf den Weitertransport mit dem nächsten Kuchenteig-Güterzug warten. Die Fahrt beginnt und es schieben sich Bäume aus Backwerk wie auch Büsche aus Pralinen zwischen den Zug und die kleiner werdende Bahnstation. Gemächlich rattern die Wagons auf den Gleisen aus Fruchtgummi Schnüren durch die zuckersüße Winterlandschaft. Die Bahnschwellen aus Kuvertüre geben dem Zug sicheren Halt, auch beim Umfahren des kleinen zugefrorenen Zuckerguss Sees an dessen Rändern sich Bäume und Sträucher spiegeln. In dessen Mitte ruht sanft ein Bootshaus mit Steg, an dem sich ein alter Kahn aus Kakaoteig klammert. Die Reise wird abrupt gestoppt als am Bahnkreuz ein schnaubender Güterzug aus tiefbraunem Schokoladenteig langsam und behäbig unsere Gleise kreuzt. Um so schneller nimmt der Zug die Fahrt wieder auf, vorbei an der Wohnsiedlung mit extra beleuchteten Häusern, um Schwung zu nehmen für die kommenden steil aufragenden Berge aus Huckelkuchen. Immer langsamer und schnaubender kämpft sich der Zug in die bewachsenen Berge aus Teigmasse und Zuckerguss. Nach einer scharfen Biegung hat er es geschafft, der höchste Punkt der einheimischen Spezialität ist überwunden und erleichtert von dem soeben bewältigten Anstiegt überschlagen sich die Räder gegenseitig bei der Abfahrt die Ersten sein zu wollen. Das Quietschen der Bremsen, aufwirbelnde Kokosraspel beenden die ungezügelte Fahrt hinab zu Bahnstation. Nach dem zeitgleichen Stopp von Zug und Lärm werden im milchigem Nebel die Umrissen von Waffel Bahnsteigen sichtbar. Die langsam durch den Nebel dringenden LED Laternen mit Lampenschirmen aus Marshmallows signalisieren immer deutlicher – Endstation, alles aussteigen bitte!

Und jetzt sag mal einer ich hätte mir das Zug Brett von Damals nicht verdient!